Achtsamkeit

Training für Geist, Herz und Hirn

Ein präsenter Geist

Achtsam sein bedeutet, bewusst wahrzunehmen, was im Körper, im Geist und in der Aussenwelt gegenwärtig vor sich geht. Im „achtsamen Modus“ lenken wir unsere Aufmerksamkeit gezielt auf die Ereignisse unseres Erlebens, während sie passieren.

 

Auf aufmerksame und wohlwollende Weise beobachten wir unsere Sinneswahrnehmungen, Körperempfindungen, Verhaltensimpulse, unsere Gefühle und Gedanken wie z.B. Erinnerungen oder Vorstellungen.


Ein wohlwollendes Herz

Achtsamkeit ist ebenso eine innere Haltung des Wohlwollens und Mitgefühls: Wir üben uns darin, unsere Erlebnisse so anzunehmen, wie sie in diesem Moment sind.

 

Auch belastenden Erfahrungen, wie schwierigen Gefühle oder körperlichen Schmerzen, wenden wir uns mit Aufmerksamkeit zu - ohne sie zu verurteilen und zu verändern.


Training fürs Gehirn

Mit der Übung der Achtsamkeit trainieren wir unser Gehirn wie einen Muskel. Wie die Forschung gezeigt hat, kann es zu Veränderungen in Hirnregionen kommen, die zuständig sind für Aufmerksamkeits- und Emotionsregulation, für Körperwahrnehmung und Selbsterleben. Das führt dazu, dass wir:

  • bewusster und weniger reaktiv handeln,
  • Gefühle besser wahrnehmen, interpretieren und regulieren können,
  • einfühlsamer mit uns umgehen und ebenso mehr Mitgefühl für andere aufbringen,
  • unser Befinden und unsere Bedürfnisse besser wahrnehmen und damit gut für uns Sorge tragen,
  • uns besser fokussieren und konzentrieren können,
  • unsere Resilienz stärken und stressresistenter werden. Resilienz bedeutet, dass wir uns nach stressreichen Situationen und Anforderungen schneller wieder erholen können.

Selbstfürsorge statt Selbstoptimierung

Bei Achtsamkeit geht es nicht um Selbstoptimierung, sondern um Selbstfürsorge: Sich selbst zu kennen und gut für sich zu sorgen, das ist der Kern aller Achtsamkeitsübungen.

Veränderung durch Akzeptanz

Mit der Zeit entdecken wir eine Betriebsanleitung für unseren Geist. Wir erkennen Muster in unserem Stresserleben, Muster in unserem Denken und Verhalten. Das öffnet uns neue Möglichkeiten, wie wir auch unter Stress klar sehen und bewusst handeln können, statt automatisch zu reagieren.

  

Veränderung ergibt sich vielmehr aus der Haltung von Mitgefühl und Akzeptanz.

2500 Jahre alt

Die Übung der Achtsamkeit hat eine 2500 Jahre alte Tradition im Buddhismus. Seit rund 40 Jahren wird Achtsamkeit im Westen beforscht und säkular angewendet - erstmals mit dem Achtsamkeitsprogramm MBSR, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist.

 

Jon Kabat-Zinn hat MBSR 1979 in den USA entwickelt. Heute gilt er als Pionier und Begründer der Achtsamkeitsbewegung in Westen.


Nächster MBSR Kurs startet am 17. Oktober 2019.

Schnuppern oder vertiefen: Nächster MINDFUL MONDAY am 26. August 2019

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